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Bericht

Von niedlichen Kälbern und glücklichen Hühnern
Klasse vier der Grundschule Schwagstorf besuchte den Milchviebetrieb Niemeyer

Die Klasse vier der Schwagstorfer Grundschule hat sich in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Thema Rind befasst und besuchte zur weiteren Vertiefung zusammen mit ihrem Klassenlehrer Simon Kaufmann den modernen Milchviehbetrieb der Familie Niemeyer. Mit dabei war Svenja Niemeyer, die ihre Mitschüler auf dem elterlichen Hof willkommen hieß und selbstbewußt Auskunft zum Viehbestand und zur Betriebsgröße gab. „Auf unserem Betrieb arbeiten mein Papa Andreas als Betriebsleiter, meine Mama Nicole und wir haben zwei Auszubildende Rouven und Leonard. Kommt doch alle mal mit, dann zeigen wir euch alles“, forderte sie ihre Gäste auf.
Beim Rundgang lernten die Jungen und Mädchen die einzelnen Stationen eines Kalbes von der Abkalbebox über den Kälberiglu, den Kälber- und Jungviehstall bis zum Einzug in den großen Boxenlaufstall kennen. Die nur wenige Tage alten Kälber eroberten sogleich die Herzen der Kinder. Dann ging es zum sogenannten Futtertisch, wo die Schüler die verschiedenen Futterkomponenten wie Kraftfutter, Gras und Mais für den Tagesbedarf einer Kuh ermitteln und mischen mussten. Hingebungsvoll arbeiteten sie mit Schippe und Forke und zeigten keinerlei Berührungsängste. „Ich lerne die Kinder heute von einer ganz anderen Seite kennen“, staunte der Klassenlehrer.
Nicole Niemeyer hatte für die Klasse Mappen mit Fragebögen vorbereitet, in die sie fleißig ihre Erkenntnisse dokumentierten, unter anderem auch, was es mit den Ohrmarken und dem Tierpass auf sich hat.
Der Betriebsleiter zeigte sich über das profunde Wissen der Kinder positiv überrascht. Zum Beispiel ratterten sie die Namen der vier Kuhmägen: Pansen, Netz-, Blätter- und Labmagen ohne lange zu überlegen herunter. Interessiert und aufmerksam verfolgten sie die Melkvorführung durch den Roboter per Lasertechnik und stellten viele Fragen dazu.
Neuerdings gibt es auf dem Hof Niemeyer auch einen Hühnerstall mit 15 Hühnern und einem Hahn, die in einem wunderschönen Gartenhäuschen mit angrenzender Wiese ein glückliches Hühnerleben führen dürfen. „Sind die flauschig“, hieß es beim Anblick des Federviehs, das sich bereitwillig auf den Arm nehmen ließ. Zum Abschluss mussten die Schüler unterschiedliche Getreidesorten benennen. Rouven Hüsing erklärte die typischen Erkennungsmerkmale von Weizen, Roggen, Triticale und Gerste.
Nach einer kurzen Abschlusseflexion ging es dann mit Svenja zu den drei Ponys Mira, Barnie und Manja. Auch für den hofeigenen Abenteuerspielplatz war noch Zeit.
Zum Frühstück servierte Nicole Niemeyer Erdbeermilch und Kakao, die sich die Viertklässler schmecken ließen. „Ich würde schon gerne öfter hierher kommen“, war der allgemeine Tenor, bevor es dann wieder zurück zur Schule ging.

Maria Kormann für die NOZ